Pilot im App-Dschungel: Welche Microsoft-Apps in Business Central weg können und welche bleiben müssen

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Pilot mit Checkliste im Cockpit eines Propellerflugzeugs über einem Dschungel aus App-Kacheln, durch den eine Schneise zu einem offenen Tal führt

Microsoft empfiehlt selbst, nicht benötigte Apps zu deinstallieren – sagt aber nicht, welche. Ich habe alle Microsoft-Apps einer deutschen Business-Central-Umgebung am Quellcode geprüft: was sie tun, was weg kann, und welche App auf jeder Streichliste steht, obwohl ohne sie kein neuer Mandant entsteht.

Wer eine neue Business-Central-Umgebung anlegt, bekommt ungefragt über 90 Apps von Microsoft dazu. Einige davon braucht jedes Unternehmen, viele nur ein paar, manche fast niemand. Installiert sind sie trotzdem alle, und einige arbeiten im Hintergrund, auch wenn sie niemand nutzt.

Microsoft sagt das selbst. In der Performance-Dokumentation steht die Empfehlung, Extensions zu deinstallieren, die man nicht nutzt, und zwar ausdrücklich auch die vorinstallierten. Als Gründe nennt Microsoft einen langsameren Start der Umgebung, längere Upgrades und zusätzliches Risiko. Wie viel das in einer konkreten Umgebung bringt, hängt von der Umgebung ab. Die Richtung ist aber eindeutig: Was nicht installiert ist, muss nicht geladen, nicht bei jedem Update mitverarbeitet und nicht im Hintergrund ausgeführt werden. Das spart Rechenleistung, und Rechenleistung ist am Ende Strom.

Bleibt die Frage, welche Apps das sind. Die Liste der Microsoft-Apps auf Microsoft Learn ist veraltet: PayPal, Microsoft Pay, Ceridian, Image Analyzer, kaum ein Eintrag aus einer heutigen Umgebung. Die beste Übersicht aus der Community, bei yzhums.com, zeigt die Apps einer US-Umgebung mit BC 23.4 – eine gute Grundlage, aber fünf Hauptversionen und eine Lokalisierung entfernt, und ohne fachliche Bewertung. Für Deutschland gibt es nichts Vergleichbares. Deshalb dieser Beitrag.

Kurz zur Orientierung: Alle Aussagen sind gegen Business Central 28.5.54151 (DE) geprüft, am Quellcode und an den Manifesten, nicht an der Dokumentation. Grundlage sind eine frisch angelegte Sandbox und eine frisch angelegte Produktivumgebung vom 18.09.2026. Jede Empfehlung ist als Bedingung formuliert: „kann weg, wenn …“ mit der Stelle, an der du nachsiehst. Und bitte immer erst in einer Sandbox ausprobieren.


Die App, die auf jeder Streichliste steht – und bleiben muss

„Contoso Coffee Demo Dataset (DE)“ klingt nach Spielwiese. Eine erfundene Kaffeefirma, Demodaten, braucht produktiv niemand. Genau so steht die App in jeder Aufräumliste, die ich gefunden habe.

Die Base App sieht das anders. Legst du einen neuen Mandanten mit „Production – Setup Data Only“ oder „Evaluation“ an, fordert Business Central diese App per App-ID an. Fehlt sie, versucht BC nach einer Rückfrage, sie nachzuinstallieren, samt Neustart der Sitzung. Klappt das nicht oder lehnst du ab, bricht die Mandantenanlage ab.

Und es geht dabei nicht um Kaffee. Bei „Setup Data Only“ liefert genau diese App die deutsche Grundeinrichtung: Kontenplan, Buchungsgruppen, MwSt.-Buchungsgruppen, Nummernserien, Zahlungsbedingungen, Postleitzahlen. Nur „Create New – No Data“ kommt ohne sie aus, dann aber auch ohne deutschen Kontenplan.

Dasselbe gilt für die W1-Basis „Contoso Coffee Demo Dataset“: Die deutsche App hängt per Manifest an ihr. Beide bleiben, auch in der Produktivumgebung.

Fundstelle für Berater und Entwickler: CompanyCreationDemoData.Codeunit.al, Zeile 118, Base Application 28.5.


Was BC beim Deinstallieren prüft – und was nicht

Hängen andere installierte Apps per Manifest an der App, die du entfernen willst, fragt Business Central nach und deinstalliert sie nach Bestätigung mit. Diese Abhängigkeiten kennt BC also, und du siehst vorher, was mitgeht.

Ruft eine App eine andere dagegen nur per App-ID im Code auf, weiß BC davon nichts. Es gibt keine Rückfrage, die Deinstallation geht einfach durch, und der Fehler kommt später an einer ganz anderen Stelle. Contoso ist genau so ein Fall.

Ich habe alle App-IDs gegen den gesamten Quellcode gesucht und neun solcher Aufrufe per App-ID gefunden. Fürs Deinstallieren relevant sind davon nur zwei: Contoso (DE und W1) und die Demodaten von Quality Management.

Was nach der Deinstallation stehen bleibt

Der übliche Weg, eine App restlos loszuwerden, ist beim Deinstallieren der Schalter „Erweiterungsdaten löschen“. Der entfernt aber nur die Daten in den Tabellen und Tabellenerweiterungen, die der App selbst gehören. Datensätze, die eine App bei der Installation oder im Betrieb in Tabellen der Base App angelegt hat, bleiben auch dann stehen:

  • Power BI Report embeddings legt bei der Installation und bei jeder Mandantenanlage einen stündlich wiederkehrenden Aufgabenwarteschlangenposten samt Kategorie PBI an. Nach der Deinstallation zeigt der Posten auf eine Codeunit, die es nicht mehr gibt. Den musst du von Hand löschen.
  • PEPPOL hinterlässt sechs Einträge PEPPOL30 bei den elektronischen Belegformaten.
  • Payment Links to PayPal hinterlässt die Zahlungsform PAYPAL.
  • Statistical Accounts hinterlässt den Herkunftscode STATACC.

Wer aus Performance-Gründen aufräumt, sollte danach also einen Blick in die Aufgabenwarteschlangenposten werfen. Sonst bleibt genau die Hintergrundlast stehen, die man loswerden wollte. Welche App was hinterlässt, steht in den Details bei jeder App unter „Eingriffe in andere Daten“.


Der App-Dschungel in Zahlen

Die Sandbox hat 103 Microsoft-Apps, die Produktivumgebung 93. Der Unterschied sind zehn Test- und Entwickler-Apps, die nur in der Sandbox installiert sind. In beiden Umgebungen sind zwölf Apps versteckt: Ihr Name beginnt mit _Exclude_, in der Erweiterungsverwaltung tauchen sie nicht auf. Sichtbar bleiben in der Produktivumgebung also 81 Apps.

Bemerkenswert: Vier Test-Bibliotheken installiert Microsoft auch in der Produktivumgebung mit – Test Runner, Library Assert, Library Variable Storage und Any. Keine andere Microsoft-App in der Produktion braucht sie. Solange keine eigene App daran hängt, sind sie die einfachsten Kandidaten der ganzen Liste.


Die Liste: alle Microsoft-Apps nach Bereichen

Die Gruppen folgen der Übersicht, die es auch als PDF zum Herunterladen gibt. Die Tabelle je Gruppe zeigt das Urteil auf einen Blick. Darunter findest du zu jeder App die ausführliche Beschreibung zum Aufklappen: was sie tut, in welche anderen Daten sie eingreift, woran sie hängt und die Empfehlung mit Prüfstelle.

Kern & Plattform

AppUrteil
System ApplicationPflicht
Business FoundationPflicht
Base ApplicationPflicht
ApplicationPflicht
ManufacturingBringt nichts
Service ManagementBringt nichts
System Application

Plattform-App (u. a. E-Mail, Berechtigungen, Erweiterungsverwaltung, Aufbewahrungsrichtlinien, Druckerverwaltung, Copilot/KI); ohne eigene Abhängigkeiten. Seiten wie Druckerverwaltung und Copilot- & Agent-Funktionen, auf die sich andere Apps stützen, liegen hier.

Eingriffe in andere Daten: nicht einschlägig (nicht deinstallierbar).

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen AI Test Toolkit, Application, Base Application, Business Foundation, Business Foundation Test Libraries, Email – Current User Connector, Email – Microsoft 365 Connector, Email – Outlook REST API, Email – SMTP API. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, nicht deinstallierbar: Base Application und Business Foundation hängen per Manifest daran.

Business Foundation

Aus der Base App ausgelagerte Grundbausteine: Nummernserie (samt Zeilen und Beziehungen), Herkunftscodes, Herkunftscodeeinrichtung, Ursachencodes, Reklamationsgründe; dazu der Nummernserien-Copilot („Generate“ auf Nummernserie → Nummernserien mit Copilot erstellen: neu anlegen, ändern, fürs nächste Jahr vorbereiten).

Eingriffe in andere Daten: registriert bei Installation die Copilot-Funktion für Nummernserien; sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application; an ihr hängen Application, Base Application, Business Foundation Test Libraries. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, nicht deinstallierbar.

Base Application

Kern-ERP mit deutscher Lokalisierung („Base Application (DE)“): Finanzen, Bank, Anlagen, Einkauf, Verkauf, Lager, Logistik, Montage, Fertigung, Service, Projekte, CRM. Die DE-Lokalisierung ist eingebaut (src\Local: u. a. Datenexport für Betriebsprüfungen, MwSt., Intrastat, Inventur).

Eingriffe in andere Daten: nicht einschlägig (nicht deinstallierbar).

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application, Business Foundation; an ihr hängen Application. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, nicht deinstallierbar.

Application

Bündel-App ohne eigene Objekte; hängt an System Application, Business Foundation und Base Application und reicht diese weiter (PropagateDependencies). Kurzbeschreibung im Manifest: „Application (DE)“.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application, Business Foundation, Base Application.

Empfehlung: Behalten, nicht deinstallierbar.

Manufacturing

Leere App: keine Objekte, keine Abhängigkeiten, leeres Entitlement; die Manifest-Beschreibung nennt nur die Absicht. Die Fertigung liegt in der Base App (src\Manufacturing). Auch im Vorabstand enthält die App nur app.json und Logo.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten (kein Code).

Empfehlung: Nicht deinstallieren, weil es nichts bringt: Die App enthält keine Objekte, und keine der 103 Apps referenziert ihre App-ID. Eine Deinstallation ändert laut Code nichts.

Service Management

Leere App: keine Objekte, keine Abhängigkeiten; die Manifest-Beschreibung nennt nur die Absicht. Das Servicemanagement liegt in der Base App; keine App referenziert die App-ID.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten (kein Code).

Empfehlung: Nicht deinstallieren, weil es nichts bringt: Die App enthält keine Objekte, und keine der 103 Apps referenziert ihre App-ID. Eine Deinstallation ändert laut Code nichts.

Deutsche Lokalisierung, Steuern & Meldewesen

Die Einordnung zu Melde- und Berichtspflichten ist meine fachliche Einschätzung, kein Befund aus dem Code.

AppUrteil
ELSTER VAT Localization for GermanyBehalten
Intrastat CoreBehalten, wenn meldepflichtig
Intrastat DEBehalten, wenn meldepflichtig
Audit File ExportKann weg
Enforced Digital VouchersKann weg, wenn nicht aktiviert
Excise TaxesKann weg, wenn keine Steuerarten angelegt
Withholding TaxKann weg, wenn nicht aktiviert
Payment PracticesKann weg, wenn keine Berichtspflicht
ELSTER VAT Localization for Germany

Seiten Umsatzsteuervoranmeldung und USt.-Voranmeldungskarte, Einrichtung Elektronische Umsatzsteuererklärung – Einrichtung. Report 11016 erzeugt die XML-Datei, die Aktion Export lädt sie herunter – eine direkte Übermittlung enthält der Code nicht. Am USt-Voranmeldungsnamen kommt ein Kennzeichen „Sales VAT Adv. Notification“ dazu, das nur für einen Namen gesetzt sein darf.

Eingriffe in andere Daten: Bei der Erstinstallation je Mandant und bei jeder Mandantenanlage legt sie die Nummernserie VATNOTIF und die eigene Einrichtung an und setzt das Kennzeichen per ModifyAll auf allen vorhandenen USt-Voranmeldungsnamen – an der eigenen Prüfung „nur ein Name“ vorbei.

Empfehlung: Behalten.

Intrastat Core

Intrastat-Framework: Intrastat Report List, Intrastat-Bericht mit „Get Lines“ zum Vorschlagen der Zeilen, Intrastat-Berichtseinrichtung mit Assistent, Prüfliste; Intrastat-Felder an Artikel, Debitor, Kreditor, Anlage, Zolltarifnummer, Belegen u. a. Export über Datenaustauschdefinitionen; Länderformate hängen sich per Events ein.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation; erst der Assistent legt Nummernserie INTRA und eine Datenaustauschdefinition an (falls keine Länder-App übernimmt).

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Intrastat Core Demo Data, Intrastat DE. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, wenn Intrastat-meldepflichtig. Kann weg, wenn keine Meldepflicht besteht und die Intrastat Report List leer ist, nur zusammen mit Intrastat DE.

Intrastat DE

Deutsches Intrastat-Format: Ersteinrichtung mit DE-Standardwerten, eigene Prüfliste, Datenaustauschdefinition INTRA-2022-DE, XML-Export nach INSTAT-Schema als ZIP. Einreichungskanal IDEV oder eSTATISTIK.CORE als Vorgabe und je Meldung, dazu Testübermittlung; IDEV verlangt die Materialnummer.

Eingriffe in andere Daten: Upgrades löschen die Datenaustauschdefinition INTRA-2022-DE und importieren sie neu und setzen in der Intrastat-Einrichtung „Zip Files“ und den Definitionscode – eigene Anpassungen an dieser Definition gehen dabei verloren.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intrastat Core.

Empfehlung: Behalten, wenn Intrastat-meldepflichtig. Sonst wie Intrastat Core.

Audit File Export

Rahmen für Prüfer-Exportdateien (laut Manifest SAF-T, SIE u. ä.): Einrichtung des Exports für Protokolldatei, Formateinrichtung, Exportbelege für Protokolldatei, Sachkontozuordnung auf Standardkonten. Das Format-Enum kennt nur „None“ – echte Formate liefern Länder-Apps, für DE ist keine installiert. Der deutsche Datenexport für Betriebsprüfungen liegt eigenständig in der Base App (Tabelle 11002 Data Export).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, weil in DE keine Formaterweiterung installiert ist und sich damit kein Format einrichten lässt. Für den Datenexport der Base App wird die App nicht gebraucht.

Enforced Digital Vouchers

Prüft beim Buchen von Verkaufs-, Einkaufs- und Servicebelegen, Vorauszahlungen und Fibu-Buch.-Blättern, ob ein digitaler Beleg vorliegt – nur wenn auf Einrichtung eines digitalen Gutscheins „Aktiviert“ gesetzt ist. Je Postenart: Prüfart „Keine Prüfung“, „Anhang“ oder „Anhang oder Notiz“ und „Automatisch generieren“ (dann wird nach dem Buchen ein Beleg angehängt). Zwangsaktiviert nur in dänischen SaaS-Produktivumgebungen, nicht in DE.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf der Seite Einrichtung eines digitalen Gutscheins (Digital Voucher Setup) das Feld Aktiviert nicht gesetzt ist. Ist es gesetzt, ändert die Deinstallation das Buchungsverhalten, weil die Belegprüfung beim Buchen wegfällt.

Excise Taxes

Auf Typen von indirekten Steuern werden Steuerarten mit Bemessungsgrundlage angelegt (Gewicht, Zucker-, THC-Gehalt, Volumen, Alkoholvolumen, Menge), Sätze je Artikel oder Anlage auf Excise Tax Item/FA Rates. Der Bericht Generate Excise Tax Journal Entries erzeugt aus Artikel- und Anlagenposten Zeilen im Verbrauchsteuer-Buch.-Blatt der App Sustainability. Ein Melde- oder Exportformat enthält die App nicht.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Sustainability.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf der Seite Excise Tax Types keine Steuerarten angelegt sind. Geht beim Deinstallieren von Sustainability nach Rückfrage mit.

Withholding Tax

Quellensteuer nur im Einkauf. Aktiviert über das Feld Quellensteuer aktivieren in der Finanzbuchhaltungs-Einrichtung; solange es aus ist, steigen die Buchungs-Subscriber aus. Einrichtung über Einrichtung der Quellensteuerbuchung, Buchungsgruppen, Einkunftsarten und Felder an Kreditor, Artikel, Sachkonto, Anlage; Buchungen in Quellensteuereinträge, Abrechnung mit WHT-Ausgleich berechnen und buchen. Formularberichte nur philippinisch (BIR 2307, 1601-E, 1604-E).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn in der Finanzbuchhaltungs-Einrichtung „Quellensteuer aktivieren“ nicht gesetzt ist – solange es aus ist, rechnet und bucht die App nichts.

Payment Practices

Wertet das Zahlungsverhalten gegenüber Kreditoren und/oder Debitoren für einen Zeitraum aus, aggregiert nach Zahlungsperioden oder Unternehmensgröße, mit Druckbericht. Die Seite heißt im deutschen Client „Zahlungsmethoden“ – nicht mit den Zahlungsformen verwechseln. Eigene Berichtsschemata nur für GB und AU/NZ, eigene Standardperioden für GB, FR und AU/NZ; kein DE-Zweig.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn keine solche Berichtspflicht besteht und die Liste Zahlungsmethoden (Payment Practices) leer ist. Für Deutschland ist uns keine Pflicht bekannt; der Code hat keinen DE-Zweig.

E-Rechnung & E-Belege

Seit 01.01.2025 müssen in Deutschland alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Diese Einordnung ist meine fachliche Einschätzung, kein Befund aus dem Code.

AppUrteil
E-Document CoreBehalten
E-Document for GermanyBehalten
PEPPOLBehalten
E-Document Connector – Microsoft 365Kann weg, wenn kein Import aktiviert
E-Document Core

Grundgerüst für E-Belege: Seiten E-Belege, Eingehende/Ausgehende E-Belege, E-Belegdienste und Entwurfsseiten für Einkaufs- und Verkaufsbelege. Im Belegversandprofil kommt die Option E-Beleg-Workflow hinzu; darüber erzeugt das Buchen von Verkaufs-, Einkaufs- und Servicebelegen automatisch einen E-Beleg. Eigene Formate nur „Data Exchange“ und „PEPPOL BIS 3.0“; Länderformate und Übertragungswege kommen aus Zusatz-Apps. Dazu Copilot für Bestellabgleich und Belegauswertung.

Eingriffe in andere Daten: Bei der Installation je Mandant legt sie sechs Datenaustauschdefinitionen EDOCPEPPOL* an und löscht dabei vorher gleichnamige vorhandene Definitionen; dazu zwei Datensätze in Workflow – Table Relation und vier deaktivierte Einträge in Retention Policy Setup. Registriert (SaaS) die Copilot-Funktion „E-Document Matching Assistance“.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an PEPPOL; an ihr hängen E-Document Connector – Microsoft 365, E-Document Core Demo Data, E-Document Core Demo Data (DE), E-Document for Germany, Payables Agent. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten. Fundament der E-Rechnung; in DE müssen seit 01.01.2025 alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können.

E-Document for Germany

Formate „XRechnung“ (Kennung xrechnung_3.0), „PEPPOL BIS 3.0 DE“ und „ZUGFeRD“ für Export und Import. Am Debitor kommt das Feld E-Rechnungs-Leitweg-ID dazu, das als Käuferreferenz in Verkaufs- und Servicebelege übernommen wird; im E-Beleg-Dienst lässt sich festlegen, woher die Käuferreferenz kommt und ob sie Pflicht ist. Für ZUGFeRD erweitert die App die Berichte gebuchter Verkaufs- und Servicerechnungen/-gutschriften – das XML wird nur beim ZUGFeRD-Export eingebettet, nicht beim normalen Druck.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an E-Document Core, PEPPOL.

Empfehlung: Behalten. Pflichtformat für die E-Rechnung in DE.

PEPPOL

Die Base App hat bereits ein Format „PEPPOL BIS3“; die App fügt ein eigenes Format PEPPOL30 hinzu: Export von Verkaufs- und Servicerechnungen und -gutschriften, Validierung, eigene XMLports; Formatwahl auf PEPPOL 3.0-Setup, VATEX Code an den MwSt.-Klauseln, dazu eine minimale Auftragsbestätigung (Order Response). E-Document Core und E-Document for Germany rufen PEPPOL-Objekte direkt auf.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen E-Document Core, E-Document for Germany. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten. E-Document Core und E-Document for Germany rufen PEPPOL-Objekte direkt auf.

E-Document Connector – Microsoft 365

Erweitert die Service-Integration des E-Beleg-Moduls um „OneDrive“, „SharePoint“ und „Outlook“, eingerichtet auf OneDrive/SharePoint/Outlook Setup (Feld Enabled, bei Outlook mit E-Mail-Konto). Übernommen werden nur PDF-Dateien bzw. PDF-Anhänge. Nach dem Abholen verschiebt die App die Datei in den Ordner für importierte Dokumente bzw. markiert die Mail als gelesen mit der Kategorie „Processed by Business Central“. Senden ist nicht möglich.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten in BC; im Betrieb verschiebt sie Dateien in OneDrive/SharePoint und markiert Mails.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an E-Document Core; an ihr hängen Payables Agent. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf den Seiten OneDrive/SharePoint/Outlook Document Import Setup das Feld Enabled nicht gesetzt ist, also keine E-Belege aus Microsoft 365 abgeholt werden. Der Payables Agent hängt daran und geht nach Rückfrage mit. Die App kann nur empfangen, nicht senden.

Finanzen & Bank

AppUrteil
AMC Banking 365 FundamentalsKann weg, wenn nicht genutzt (abgekündigt)
Simplified Bank Statement ImportKann weg, wenn keine neuen Formate gebraucht
Payment Links to PayPalKann weg, wenn kein Konto aktiviert
Review General Ledger EntriesKann weg, wenn keine Prüfvermerke
Troubleshoot FA Ledger EntriesKann weg
Statistical AccountsKann weg, wenn ungenutzt
Late Payment PredictionKann weg, wenn nicht aktiviert
Sales and Inventory ForecastKann weg, wenn ungenutzt
AMC Banking 365 Fundamentals

Bindet den externen Dienst AMC Banking an: Seiten AMC Banking – Einrichtung, AMC Banking Payment Types, AMC Banking Bank Name List, Webservice-Protokoll und AMC Banking 365 Fundamentals: Setuphilfe; erweitert Bankkontokarte und -liste, Zahlungsformen, Überweisungsregister und Kontoauszugszeilen. Überweisungen werden über einen eigenen XMLport exportiert, Kontoauszüge über eigene Codeunits importiert. Abgekündigt: alle Objekte seit 28.0 obsolet, die Einrichtungstabelle soll mit 31.0 entfallen. BC zeigt bei installierter App einen Geo-Hinweis (siehe Abschnitt Geo-Hinweis).

Eingriffe in andere Daten: Bei der ersten Installation löscht sie die Datenaustauschdefinitionen BANKDATACONVSERVCT und BANKDATACONVSERVSTMT und leert die Verweise darauf in Bank Export/Import Setup und bei den Zahlungsformen. Bei jeder Mandantenanlage legt sie 18 Bankclearing-Standards (u. a. „GermanBankleitzahl“), die Nummernserie CT-MSG und – falls die Überweisungs-Definition existiert – die Zahlungsformen BNKCONVINT/BNKCONVDOM an.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf AMC Banking – Einrichtung „Aktiviert“ nicht gesetzt ist und kein Bankkonto BANKDATACONVSERVCT als Zahlungsexportformat oder BANKDATACONVSERVSTMT als Bankauszugs-Importformat führt. Weil die App abgekündigt ist: AMC-Nutzer rechtzeitig auf SEPA-Export und CAMT-Import der Base App umstellen.

Simplified Bank Statement Import

Assistent Einrichtung der Bankauszugsdatei für CSV-Kontoauszüge, erreichbar über Formatassistent für Bankauszugsdatei auf Bank Export/Import Setup, die unterstützte Einrichtung und einen Hinweis auf der Bankkontokarte. Er legt Base-App-Datensätze an: eine Datenaustauschdefinition BANKIMP<n>, einen Eintrag in Bank Export/Import Setup und optional das Importformat am Bankkonto. Der Import selbst läuft über die Base App.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation; vom Assistenten angelegte Datensätze bleiben nach einer Deinstallation erhalten.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein Bankkonto ein Format BANKIMP… nutzt und keine neuen Formate gebraucht werden. Laut Code funktionieren bestehende Formate auch nach der Deinstallation weiter, nur der Assistent fehlt.

Payment Links to PayPal

Meldet PayPal als Anbieter im Zahlungsdienst-Framework der Base App an; Konten auf PayPal Payments Standard Accounts („Aktiviert“, „Immer in Belege einfügen“, PayPal-E-Mail). Einen echten Zahlungslink mit Betrag erzeugt sie nur auf gebuchten Verkaufsrechnungen, für andere Verkaufsbelege nur einen Link auf die PayPal-Startseite. Eingehende Zahlungen per Webhook registriert sie automatisch gegen die Rechnung.

Eingriffe in andere Daten: Nur in Demo-Mandanten legt die Installation ein „Demo Sandbox Account“ an und damit die Zahlungsform PAYPAL; in normalen Mandanten keine Änderungen an fremden Daten. Die Zahlungsform PAYPAL (entsteht auch beim ersten eigenen Konto) bleibt nach Deinstallation stehen.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf PayPal Payments Standard Accounts kein Konto aktiviert ist; ein automatisch angelegtes „Demo Sandbox Account“ zählt nicht.

Review General Ledger Entries

Feld Überprüfungsrichtlinie am Sachkonto (Keine, Überprüfung zulassen, Überprüfung mit Saldenabgleich). Im Kontenplan und in den Sachposten die Aktion Posten überprüfen → Seite Sachposten prüfen mit „Als geprüft setzen“ / „Als nicht geprüft setzen“ und Filtern. Bei Saldenabgleich müssen Soll und Haben der Auswahl aufgehen. Die Prüfvermerke liegen in der Protokolltabelle der App; der Sachposten zeigt sie nur als FlowFields (Geprüft, von, am, Betrag).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein Sachkonto eine Überprüfungsrichtlinie hat und keine Posten als geprüft markiert sind. Sonst gehen die Prüfvermerke verloren – Protokolltabelle und Felder gehören der App.

Troubleshoot FA Ledger Entries

Beim Öffnen der Anlagenkarte startet höchstens wöchentlich ein Hintergrundtask, der Anlagenposten sucht, deren Betrag nicht auf die Rundungspräzision der Mandantenwährung gerundet ist. Bei Treffern erscheint ein Hinweis, der zur Seite Anlagenposten mit Rundungsproblemen führt. Die Aktion Ausgewählte akzeptieren überschreibt Betrag, Soll und Haben der gebuchten Anlagenposten direkt – ohne Gegenbuchung im Hauptbuch.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen bei der Installation; im Betrieb eigene Felder in der Anlageneinrichtung (letzter Scan).

Empfehlung: Kann weg, auch bei genutzter Anlagenbuchhaltung: Die App ist nur ein Prüf- und Reparaturwerkzeug, gebucht wird über die Base App. Wer sie behält: Ausgewählte akzeptieren ändert gebuchte Anlagenposten direkt, ohne Buchung im Hauptbuch.

Statistical Accounts

Statistische Konten mit Karte, eigenem Postenbuch und Buch.-Blatt statistisches Konto (mit Storno). Eingebunden in Finanzberichte (Zeilensummenart „Statistisches Konto“), Analyseansichten und Verteilungskonten (als Aufteilungsbasis). Nur in Demo-Mandanten bietet die Liste Demodaten an.

Eingriffe in andere Daten: legt beim ersten Buch.-Blatt-Vorgang den Herkunftscode STATACC an; er bleibt nach Deinstallation stehen.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen ESG Statistical Accounts Demo Tool, Sustainability, Sustainability Contoso Coffee Demo Dataset. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, solange Sustainability oder ESG Statistical Accounts Demo Tool installiert ist. Danach kann sie weg, wenn keine statistischen Konten angelegt sind und keine Finanzberichtszeile und kein Verteilungskonto „Statistisches Konto“ nutzt – beide Werte gehören der App.

Late Payment Prediction

Sagt per Azure Machine Learning voraus, ob Verkaufsbelege und offene Debitorenposten verspätet bezahlt werden. Einrichtung auf Late Payment Prediction Setup (Enable Predictions, Standard- oder eigenes Modell, Qualitätsschwelle, optional „Use My Azure Subscription“ mit eigener API) mit Aktionen zum Trainieren, Bewerten und Einplanen. Angebot, Auftrag und Rechnung bekommen „Predict Payment“, die Debitorenposten Felder, FactBox und „Update Payment Predictions“. Ohne eigene Zugangsdaten nutzt sie Microsofts Key-Vault-Zugang. Ohne freigegebenen Quellcode; Details aus ALAppExtensions, Objekte in den 28.5-Symbolen bestätigt.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation; Aufgabenwarteschlangenposten erst auf Aktion bzw. bei aktivierter Vorhersage.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Late Payment Prediction Setup „Enable Predictions“ nicht gesetzt ist. Ein eigener Azure-ML-Endpunkt ist nicht nötig: Ohne „Use My Azure Subscription“ nutzt die App Microsofts Zugangsdaten aus dem Key Vault.

Sales and Inventory Forecast

Prognose-Infobox und Aktion Umsatzplanung aktualisieren auf Artikelkarte und -liste, die Infobox auch in der Einkaufsbestellung. Rechenwerk ist die Base-App-Codeunit Time Series Management; ohne eigenen API-Schlüssel mit Microsofts Standard-Zugangsdaten und Nutzungslimit. Einrichtung auf Einrichtung von Umsatz- und Lagerbestandsplanung, optional wöchentlicher Aufgabenwarteschlangenposten. In Einkaufsrechnung und -bestellung weist eine Benachrichtigung auf Artikel hin, deren erwarteter Absatz den Bestand übersteigt – nur wenn in der Verkaufseinrichtung die Lagerbestandswarnung aktiv ist.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn die Prognose nicht genutzt wird. Ein eigener Azure-ML-Endpunkt ist nicht nötig: Ohne eigenen API-Schlüssel nutzt die App Microsofts Standard-Zugangsdaten aus dem Key Vault, begrenzt durch ein Nutzungslimit.

Fachmodule

AppUrteil
Subscription BillingKann weg, wenn keine Abos in BC
SustainabilityKann weg, wenn kein ESG-Reporting in BC
Quality ManagementKann weg, wenn kein QM in BC
Shopify ConnectorKann weg, wenn kein Shop angebunden
Company HubKann weg, wenn nicht eingerichtet
Subscription Billing

Abonnements und wiederkehrende Abrechnung: Abonnements, Debitoren- und Kreditoren-Abonnementverträge, Abonnementpakete, Wiederkehrende Abrechnung (erzeugt Verkaufs- und Einkaufsbelege), Nutzungsdaten-Importe; dazu Preisaktualisierung, Vertragsverlängerung, Abgrenzungen, eingebettete Power-BI-Berichte und ein eigenes Rollencenter. Beim Buchen von Verkäufen entstehen Abonnements. Einrichtung auf Abonnementvertragseinrichtung.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Power BI Report embeddings for Dynamics 365 Business Central; an ihr hängen Subscription Billing Demo Data. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn keine Abonnements in BC abgerechnet werden; die Demodaten gehen nach Rückfrage mit.

Sustainability

Nachhaltigkeitskontenplan, Nachhaltigkeitsjournal, Nachhaltigkeitsposten, Nachhaltigkeitseinrichtung. Einkaufs- und Verkaufszeilen bekommen Nachhaltigkeitskonto und Emissionsfelder (CO2, CH4, N2O); beim Buchen entstehen Nachhaltigkeitsposten. Dazu ESG-Berichte, CO2-Bepreisung (CBAM), EPR-Materialien, Zertifikate, Ziele und Scorecards, ein Verbrauchsteuer-Buch.-Blatt und eingebettete Power-BI-Seiten.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Statistical Accounts, Power BI Report embeddings for Dynamics 365 Business Central; an ihr hängen Calculate Sustainability Emission with Copilot, Excise Taxes, Sustainability Contoso Coffee Demo Dataset. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein ESG-Reporting in BC stattfindet. Excise Taxes, der Emissions-Copilot und die Sustainability-Demodaten gehen dann nach Rückfrage mit.

Quality Management

Qualitätsprüfung (die Base App kennt nur Prüfmerkmale an Arbeitsplänen): Qualitätstests, Qualitätsinspektionsvorlagen, Ergebnisse mit Bedingungen und Qualitätsinspektionen. Prüfungen entstehen über Generierungsregeln manuell oder automatisch – ausgelöst u. a. durch Einkauf, Wareneingang, Verkaufsreklamation, Umlagerungseingang, Fertigung, Montage und Lagerplatzumlagerung. Folgeaktionen erzeugen Korrekturen, Umlagerungen, Einkaufsreklamationen oder Änderungen der Artikelverfolgung; Berichte Analysezertifikat, Nichtkonformitätsbericht, Allgemeine Prüfung; Profil Qualitätsmanager.

Eingriffe in andere Daten: legt bei Installation die Nummernserie QltyDEFAULT an und berechnet die Anwendungsbereiche des Mandanten neu – dabei wird der Bereich Quality Management aktiv.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Quality Management Contoso Coffee Demo Dataset. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein Qualitätsmanagement in BC genutzt wird; die QM-Demodaten gehen nach Rückfrage mit.

Shopify Connector

Verbindet BC mit Shopify-Shops: Einrichtung des Shopify-Konnektors und Shopify Shops. Die Shop-Karte steuert u. a. Synchronisation von Artikeln (mit Bildern, Texten, Attributen), Preisen, Beständen und Kunden sowie automatische Auftragsanlage und -freigabe. Importierte Bestellungen werden zu Verkaufsaufträgen, erfüllte auf Wunsch direkt zu Rechnungen. Dazu B2B-Firmen und -Kataloge, Geschenkkarten, Rückgaben, Erstattungen, Auszahlungen und Protokolle.

Eingriffe in andere Daten: legt bei Installation drei deaktivierte Aufbewahrungsrichtlinien (1 Monat) für eigene Protokolltabellen und Schwellenwerte für acht Kennzahlen an; nach Mandant kopieren werden die Shops deaktiviert.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein Shopify-Shop angebunden ist (Seite Shopify Shops leer bzw. kein Shop aktiviert).

Company Hub

Eigenes Profil „Unternehmens-Hub“ mit Rollencenter. Auf Umgebungen trägt man Umgebungslinks ein; die App ruft per HTTP die Mandanten dieser Umgebungen ab und zeigt KPIs, Benutzeraufgaben und Fehler je Mandant. Ein Übersichtsteil ist zusätzlich in die Rollencenter Accountant, Bookkeeper und Business Manager eingefügt, dort aber ausgeblendet (Visible = false).

Eingriffe in andere Daten: nur On-Premises (ohne Berechtigungen aus Erweiterungen) legt die Installation den Berechtigungssatz „D365 COMPANY HUB“ an; in SaaS keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn die Seite Environments des Company Hub leer ist und niemand das Profil „Company Hub“ nutzt.

Copilot & Agents

Wer Copilot oder die Agents nicht nutzt, kann diese Apps deinstallieren wie jede andere. Wer sich die Option offenhalten will, ohne später neu zu installieren, schaltet die jeweilige Funktion stattdessen auf der Seite Copilot- & Agent-Funktionen ab.

AppUrteil
Bank Account Reconciliation With AIKann weg, wenn ungenutzt
Calculate Sustainability Emission with CopilotKann weg, wenn ungenutzt
Create Product Information With CopilotKann weg, wenn ungenutzt
Sales Lines SuggestionsKann weg, wenn ungenutzt
Sales Order AgentKann weg, wenn ungenutzt
Payables AgentKann weg, wenn ungenutzt
Expense Agent (Preview)Kann weg, wenn ungenutzt
Expense Agent (Preview) (DE)Kann weg, wenn ungenutzt
Bank Account Reconciliation With AI

Copilot in der Bankabstimmung: „Reconcile“ ordnet Kontoauszugszeilen Posten zu, „Post difference to G/L account“ schlägt für Zeilen mit Differenz Sachkonten vor und bucht die Differenz; „Reconcile“ auch auf der Abstimmungsliste. Sichtbar nur, wenn die Copilot-Funktion „Bank Account Reconciliation“ registriert und aktiviert ist. Ohne freigegebenen Quellcode; Details aus ALAppExtensions, Objektnamen in den 28.5-Symbolen bestätigt.

Eingriffe in andere Daten: registriert bei Installation (nur SaaS) die Copilot-Funktion „Bank Account Reconciliation“; sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn Copilot in der Bankabstimmung nicht genutzt wird. Wer sich die Option offenhalten will, schaltet stattdessen auf Copilot- & Agent-Funktionen die Funktion „Bank Account Reconciliation“ ab.

Calculate Sustainability Emission with Copilot

Aktion „Calculate CO2“ im Sustainability Journal: Copilot schlägt für die Zeilen CO2-Emissionen vor (Nachhaltigkeitsemissionsvorschlag); übernommene Vorschläge füllen u. a. Entfernung, Kraftstoff/Strom, Einheit, Faktoren und „Emission CO2“ und setzen das Feld „Calculated by Copilot“, das auch in die Posten übergeht. Unter Emissionsherkunftseinrichtung lassen sich Emissionsfaktor-Dateien je Land hochladen.

Eingriffe in andere Daten: registriert bei Installation die Copilot-Funktion „Nachhaltigkeitsemissionsvorschlag“; sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Sustainability.

Empfehlung: Kann weg, wenn Sustainability nicht mit Copilot genutzt wird; geht beim Deinstallieren von Sustainability nach Rückfrage ohnehin mit. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen die Funktion „Sustainability Emission Suggestion“ abschalten.

Create Product Information With Copilot

Auf der Seite Item Substitution Entry (Artikelersatz) erscheint „Suggest with Copilot“: Copilot schlägt per Freitextsuche Ersatzartikel vor (Artikelersatzvorschlag), „Alle einfügen“ legt sie als Artikel-Ersatzeinträge an. Artikel selbst werden nicht geändert.

Eingriffe in andere Daten: registriert bei Installation die Copilot-Funktion „Produktinformationen erstellen“; sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn Copilot für Ersatzartikel nicht genutzt wird. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen die Funktion „Create product information“ abschalten.

Sales Lines Suggestions

In den Zeilen von Verkaufsangebot, -auftrag und -rechnung die Copilot-Aktionen Verkaufszeilen vorschlagen und Verkaufszeilen aus Datei vorschlagen: aus Freitext (Artikelsuche), durch Übernahme aus Auftrag, Angebot, Rahmenauftrag, gebuchter Rechnung oder Lieferung, oder aus einer CSV-Datei. Der Beleg muss offen sein. Beim ersten Aufruf schaltet die App die Artikelsuche der Umgebung ein, falls sie noch nicht bereit ist.

Eingriffe in andere Daten: registriert (SaaS) die Copilot-Funktion „Sales lines suggestions“ – dabei aktiv gesetzt; beim ersten Gebrauch wird die Artikelsuche der Umgebung aktiviert.

Empfehlung: Kann weg, wenn Copilot im Verkauf nicht genutzt wird. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen abschalten.

Sales Order Agent

KI-Agent für Verkaufsanfragen: überwacht ein Postfach und erstellt Angebote; Einrichtung Configure Sales Order Agent (Postfach und Ordner, Prüfung bekannter und unbekannter Absender, Artikelsuche nur verfügbarer Artikel, Prüfung von Angeboten und Aufträgen, Angebot zur Bestätigung senden, Auftrag aus Angebot, Anhänge analysieren, Tageslimit für Mails), eigenes Rollencenter mit Profil „Sales Order Agent (Copilot)“, KPI- und Abrechnungsseiten. Ohne freigegebenen Quellcode; Objekte aus den 28.5-Symbolen, Einrichtungsdetails aus ALAppExtensions.

Eingriffe in andere Daten: registriert (SaaS) die Copilot-Funktion „Sales Order Agent“ (von Microsoft abgerechnet, dabei aktiv gesetzt); sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn der Agent weder genutzt noch erprobt werden soll. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen ausschalten; eingerichtet wird er über Configure Sales Order Agent.

Payables Agent

Copilot-Agent für Eingangsrechnungen: Einrichtung Payables Agent Setup mit E-Beleg-Dienst, Outlook-Überwachung, Rechnungsprüfung und MLLM-Verarbeitung; eigenes Rollencenter, KPI- und Abrechnungsseiten, Absender-Richtlinien (bekannte Absender, Absender- und Mail-Prüfregeln) und eine Erweiterung der Einkaufsrechnungsliste. Die Belegverarbeitung läuft über E-Document Core. Ohne freigegebenen Quellcode; Details aus ALAppExtensions, Objekte in den 28.5-Symbolen bestätigt.

Eingriffe in andere Daten: registriert bei Installation (SaaS) die Copilot-Funktion „Payables Agent“ (von Microsoft abgerechnet); sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an E-Document Core, E-Document Connector – Microsoft 365.

Empfehlung: Kann weg, wenn der Agent weder genutzt noch erprobt werden soll. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen ausschalten.

Expense Agent (Preview)

Eigenes Spesenmodul mit KI-Agent („Ausgaben-Agent“): Spesenabrechnungen, Gebuchte Spesenabrechnungen, Kategorien, Orte, Tagessätze, Regeln der Ausgabenverwaltung, Genehmigung, Profil „EXPENSE MANAGER“, API-Seiten. Einrichtung über Einrichten des Ausgabenagenten und Assistent; der Agent arbeitet gegen ein Microsoft-365-Postfach. Gebucht wird auf das Mitarbeiterkonto, bei Projektbezug auch Projektposten.

Eingriffe in andere Daten: Registriert (SaaS) die Copilot-Funktion „Expense Agent“ (Preview). Beim Upgrade legt sie Datenschutzhinweise an und setzt die Zustimmung zum Anthropic-Datenschutzhinweis auf „Agreed“, wenn der Agent aktiv ist. Erst der manuell gestartete Assistent legt Sachkonten, Nummernserien, den Herkunftscode EXPENSE und Einträge in Mitarbeiterbuchungsgruppen an.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Expense Agent (Preview) (DE), Expense Agent Demo Data, Expense Agent Demo Data (DE). Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn der Spesen-Agent weder genutzt noch erprobt werden soll; die DE-App und die Spesen-Demodaten gehen dann nach Rückfrage mit. Alternativ auf Copilot- & Agent-Funktionen (Funktion „Expense Agent“, Preview) ausschalten.

Expense Agent (Preview) (DE)

Eine Codeunit mit Subscribern auf den Einrichtungsassistenten des Spesen-Agents: legt 15 Sachkonten mit deutschen Nummern an (z. B. 6300, 6650, 4150, 1810), nutzt vorhandene passende Konten weiter, belegt Spesen- und Mitarbeiterbuchungsgruppen damit und stellt Vorlagen für Spesenregeln von EUR auf USD um.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation; Konten und Buchungsgruppen entstehen erst im Assistenten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Expense Agent (Preview).

Empfehlung: Wie Expense Agent (Preview).

Komfort & Werkzeuge

AppUrteil
Data ArchiveBehalten
Data SearchBehalten, wenn genutzt
Error Messages with RecommendationsBehalten
Essential Business HeadlinesGeschmackssache
Recommended AppsKann weg, wenn die Seite leer ist
Data Archive

Liefert die Archiv-Implementierung für die System Application. Zwölf Datumskomprimierungs-Berichte der Base App zeigen die Option „Archive Deleted Entries“ nur, wenn diese App installiert ist – dann standardmäßig angehakt. Mit Data Archive – New Archive lassen sich per „Protokollierung starten/beenden“ beliebige Löschungen mitschreiben. Archive sind über die Datenarchivliste als Excel oder CSV exportierbar.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Behalten. Sonst entfallen die Archivierungsoption bei der Datumskomprimierung und das manuelle Mitschreiben von Löschungen.

Data Search

Seite In Unternehmensdaten suchen, eingehängt in die Plattformsuche. Welche Tabellen und Felder durchsucht werden, ist pro Rollencenter einstellbar; für die Standard-Rollencenter gibt es Vorbelegungen. Beim Öffnen eines Treffers wird „No. of Hits“ hochgezählt, danach sortiert die Ergebnisliste.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Behalten, wenn die Suche genutzt wird. Kann weg, wenn in Tabelle 2681 „Data Search Setup (Table)“ das Feld „No. of Hits“ überall 0 steht (bei Kontakt höchstens 1) oder die Tabelle leer ist. Näherungswert: Nur geöffnete Suchtreffer werden gezählt.

Error Messages with Recommendations

Erweitert die Seite Fehlermeldungen um Empfohlene Aktion, Status und die Aktion Empfohlene Aktion annehmen (einzeln oder für eine Auswahl). In 28.5 gibt es Korrekturen nur für drei Arten von Dimensionsfehlern. Laut Manifest Preview.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Behalten. Hilft Anwendern, kaum Nachteile.

Essential Business Headlines

Die Schlagzeilen-Seiten der Rollencenter liegen in der Base App; diese App liefert die Inhalte: meistverkaufter Artikel, größter Verkaufsauftrag, größte gebuchte Verkaufsrechnung, am stärksten ausgelastete Ressource, Umsatzsteigerung zum Vorjahr, Top-Kunde, offene und überfällige MwSt.-Rückmeldung, neu überfällige Rechnungen. Welche erscheinen, hängt vom Rollencenter ab (alle beim Business Manager).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Geschmackssache der Anwender. Kann weg, wenn niemand die Schlagzeilen sehen will.

Recommended Apps

Seite Empfohlene Apps: schreibgeschützte Liste mit Name, Herausgeber, „Empfohlen von“ und Kurzbeschreibung, Karte mit Link auf AppSource. Einträge lassen sich über die Oberfläche nicht anlegen, nur per Code über die öffentliche Codeunit Recommended Apps – also durch eine Partner-Extension; als Empfehlender ist nur „Your Microsoft Reseller“ vorgesehen. Beim Anlegen lädt die App das Logo von AppSource.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn die Seite Empfohlene Apps leer ist, also keine Partner-Extension dort Empfehlungen einträgt.

E-Mail, Druck & Dateispeicher

AppUrteil
Email – Current User ConnectorKann weg, wenn kein Konto dieses Typs
Email – Microsoft 365 ConnectorKann weg, wenn kein Konto dieses Typs
Email – Outlook REST APIBleibt, solange ein M365-Konnektor installiert ist
Email – SMTP APIBleibt, solange der SMTP-Konnektor installiert ist
Email – SMTP ConnectorKann weg, wenn kein SMTP-Konto
Send To Email PrinterKann weg, wenn kein E-Mail-Drucker
Universal Print IntegrationKann weg, wenn kein Universal-Print-Drucker
External File Storage – Azure Blob Service ConnectorKann weg, wenn kein Konto des Typs
External File Storage – Azure File Service ConnectorKann weg, wenn kein Konto des Typs
External File Storage – SFTP ConnectorKann weg, wenn kein Konto des Typs
External File Storage – SharePoint ConnectorKann weg, wenn kein Konto des Typs
External Storage – Document AttachmentsKann weg, wenn nie aktiviert
Email – Current User Connector

E-Mail-Konnektor „Current User“ auf der Seite E-Mail-Konten: Versand über Microsoft Graph aus dem Postfach des jeweils angemeldeten Benutzers; es gibt nur ein Konto dieses Typs. Er kann auch abrufen, antworten, als gelesen markieren und kategorisieren – Funktionen, die z. B. Postfach-Importe anderer Apps nutzen.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application, Email – Outlook REST API.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf der Seite E-Mail-Konten kein Konto dieses Typs eingerichtet ist.

Email – Microsoft 365 Connector

E-Mail-Konnektor „Microsoft 365“: Über den Assistenten wird ein fest benanntes Postfach eingerichtet (z. B. ein freigegebenes); alle Benutzer senden darüber, sofern sie in Exchange berechtigt sind. Auch Abruf, Antworten, Markieren und Kategorien.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application, Email – Outlook REST API.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf der Seite E-Mail-Konten kein Konto dieses Typs eingerichtet ist.

Email – Outlook REST API

Technische Bibliothek für die beiden Microsoft-365-Konnektoren (Graph-Client, OAuth, Kontentabelle). Die App-Registrierung mit Client-ID und Secret wird nur On-Premises gebraucht.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application; an ihr hängen Email – Current User Connector, Email – Microsoft 365 Connector. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, solange einer der beiden Microsoft-365-Konnektoren installiert ist.

Email – SMTP API

Technische Bibliothek für den SMTP-Versand auf Basis von MailKit, mit Authentifizierung Anonymous, Basic, OAuth 2.0 oder NTLM; keine eigenen Seiten.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an System Application; an ihr hängen Email – SMTP Connector. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, solange der SMTP-Konnektor installiert ist.

Email – SMTP Connector

E-Mail-Konnektor „SMTP“ mit Assistent und Seite SMTP Account (Server, Port, sichere Verbindung, Authentifizierung, Absender „Specific User“ oder „Current User“). Kann nur senden, nicht abrufen.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Email – SMTP API.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf der Seite E-Mail-Konten kein SMTP-Konto eingerichtet ist.

Send To Email Printer

Aktion Einen E-Mail-Drucker hinzufügen in der Druckerverwaltung; pro Drucker E-Mail-Adresse, Betreff, Text und Papierformat. Wird ein Bericht auf einen solchen Drucker gedruckt, geht das Dokument als Mail-Anhang an dessen Adresse – über das E-Mail-Szenario „E-Mail-Drucker“ oder das Standardkonto; fehlt beides, wird nicht gesendet.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn in der Druckerverwaltung kein E-Mail-Drucker eingerichtet ist.

Universal Print Integration

Aktionen Alle Universal Print-Drucker hinzufügen (Assistent), Universal Print-Drucker hinzufügen und ein Link zum Universal-Print-Portal in der Druckerverwaltung. Die App liest die Druckerfreigaben über Microsoft Graph mit dem Token des angemeldeten Benutzers, übernimmt Standardwerte (Papierformat, Ausrichtung, Fach) und schickt beim Drucken einen Druckauftrag über Graph; fehlende Lizenz oder Berechtigung erkennt sie am Antwortcode.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn in der Druckerverwaltung kein Universal-Print-Drucker eingerichtet ist.

External File Storage – Azure Blob Service Connector

Dateikonto-Typ „Blobspeicher“ (Blob Storage) für einen Azure-Blob-Container: Konto mit Speicherkonto- und Containername, Anmeldung per Shared Access Signature oder Shared Key (das Geheimnis liegt nicht in der Tabelle), Einrichtung über den Assistenten Azure-Blobspeicher-Konto einrichten, Container per Lookup wählbar. Die Seite Externe Dateikonten und die Zuordnung zu Dateiszenarien liegen in der System Application; die App liefert nur den Connector.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Externe Dateikonten kein Konto vom Typ „Blobspeicher“ eingerichtet ist.

External File Storage – Azure File Service Connector

Dateikonto-Typ „Dateifreigabe“ (File Share) für Azure Files: Konto mit Speicherkonto- und Freigabename, Anmeldung per Shared Access Signature oder Shared Key, Einrichtung über den Assistenten Azure-Dateifreigabe-Konto einrichten.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Externe Dateikonten kein Konto vom Typ „Dateifreigabe“ eingerichtet ist (Spalte „Connector“ einblenden).

External File Storage – SFTP Connector

Dateikonto-Typ „SFTP“: Hostname, Port, Basisordner, Benutzername und hinterlegte Host-Fingerprints; Anmeldung per Kennwort oder Zertifikat; Einrichtung über den Assistenten SFTP-Konto einrichten.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Externe Dateikonten kein Konto vom Typ „SFTP“ eingerichtet ist (Spalte „Connector“ einblenden).

External File Storage – SharePoint Connector

Dateikonto-Typ „SharePoint“: SharePoint-URL, Basisordner, Tenant- und Client-ID, Anmeldung per Client Secret oder Zertifikat. Dateioperationen laufen standardmäßig über Microsoft Graph (App-Registrierung braucht dann Sites.ReadWrite.All), mit dem Häkchen Verwenden der Legacy-REST-API über die SharePoint-REST-API.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten (Upgrade setzt nur bei eigenen Bestandskonten das Legacy-Häkchen).

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Externe Dateikonten kein Konto vom Typ „SharePoint“ eingerichtet ist (Spalte „Connector“ einblenden).

External Storage – Document Attachments

Lagert Beleganhänge in ein externes Dateikonto aus (Dateiszenario „Dokumentanlagen – Externer Speicher“, jeder Dateikonto-Typ). Einrichtung auf Setup für externen Speicher (Aktiviert, Stammordner, externe Datei beim Löschen des Anhangs mitlöschen – Standard Ja); beim Aktivieren muss ein Haftungshinweis bestätigt werden. Ist sie aktiv, wird jeder neue Anhang sofort hochgeladen und der Inhalt in der Datenbank gelöscht; beim Öffnen holt die App ihn zurück. Dazu die Seite Dokumentanlagen – Externer Speicher (Hoch-/Herunterladen, „Von extern nach intern kopieren“) und Berichte für Synchronisation und Umzug.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen bei der Installation; im Betrieb entfernt sie für jeden ausgelagerten Anhang den Inhalt aus der Datenbank – ohne App ist er aus BC heraus nicht mehr erreichbar.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Setup für externen Speicher „Aktiviert“ nie gesetzt war und keine Anhänge ausgelagert sind. Nicht deinstallieren, wenn ausgelagerte Anhänge existieren: Nur diese App liest sie zurück. Vorher „Von extern nach intern kopieren“ ausführen; „Aktiviert“ lässt sich erst abschalten, wenn keine Datei mehr extern liegt.

Schnittstellen & Reporting

AppUrteil
API – Cross Environment IntercompanyKann weg, wenn kein IC-Partner per API
API Reports – FinanceKann weg, wenn kein externer Abruf
Power BI Report embeddingsKann weg, wenn kein Power BI genutzt
Dynamics BC Excel ReportsKann weg, wenn ungenutzt
API – Cross Environment Intercompany

18 API-Seiten unter microsoft/intercompany/v1.0 (IC-Partner, IC-Einrichtung, IC-Sachkonten und -Dimensionen, Eingangs-/Ausgangs-Benachrichtigungen, Puffer für IC-Transaktionen, Zeilen, Dimensionen, Bemerkungen), fast alle nur lesend. Die Logik liegt in der Base App: Codeunit CrossIntercompany Connector ruft diese Endpunkte in der Partnerumgebung auf. Ohne freigegebenen Quellcode.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein IC-Partner den Data Exchange Type „API“ hat. Bei IC innerhalb einer Umgebung (Typ „Database“) wird sie nicht gebraucht. Bei API-Partnern muss sie auf beiden Seiten installiert sein.

API Reports – Finance

15 schreibgeschützte API-Endpunkte unter microsoft/reportsFinance/beta: 9 Seiten (Buchhaltungsperioden, Konzernmandanten, Debitoren, Kreditoren, Sachkonten, Budgets, Dimensionswerte, Dimensionssatzposten, globale Einstellungen) und 6 Abfragen (Sach-, Budget-, Debitoren- und Kreditorenposten samt Detailposten). Reine Datenquelle für externe Auswertungen, keine Oberfläche. Ohne freigegebenen Quellcode.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein externes Programm (z. B. Power BI, eigene Auswertungen) die Endpunkte microsoft/reportsFinance/beta abruft. Innerhalb von BC ruft keine App diese 15 APIs auf.

Power BI Report embeddings for Dynamics 365 Business Central

93 API-Objekte microsoft/analytics als Datenquelle für die Power-BI-Berichte, Einrichtung PowerBI Reports Setup mit Berichts-IDs je Bereich (Finanzen, Verkauf, Einkauf, Lager, Projekte, Fertigung) und der Assistent „Connect to Power BI“; eigene Hilfstabellen (Arbeitstage, Kontenkategorien, flache Kopie der Dimensionssatzposten). Ohne freigegebenen Quellcode in 28.5; Details aus BCApps releases/28.3, Objekt-IDs in den 28.5-Symbolen identisch.

Eingriffe in andere Daten: Installation und jede Mandantenanlage legen die Aufgabenwarteschlangenkategorie PBI und einen stündlich wiederkehrenden Aufgabenwarteschlangenposten „Update Power BI Dimension Set Entries“ an. Posten und Kategorie bleiben nach Deinstallation stehen und zeigen auf eine nicht mehr vorhandene Codeunit.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Subscription Billing, Sustainability. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Behalten, solange Subscription Billing oder Sustainability installiert ist. Kann sonst weg, wenn weder eingebettete Power-BI-Seiten genutzt werden noch Power-BI-Berichte Daten über die Analytics-APIs ziehen. Nach der Deinstallation auf Aufgabenwarteschlangenposten den Eintrag „Update Power BI Dimension Set Entries“ löschen.

Dynamics BC Excel Reports

Zwölf Berichte mit Excel-Layout (Reports 4402-4413): Debitor/Kreditor – Saldenrückblick (Excel), Top-Listen für Debitoren und Kreditoren, vier Varianten Rohbilanz (Excel), eine konsolidierte Rohbilanz und drei Anlagenberichte. Aufrufbar über zusätzliche Aktionen auf Debitoren-, Kreditoren-, Sachkonten- und Anlagenliste, in rund 17 Rollencentern und in der Gruppe Excel Reports der Seite Company Detail (die Gruppe bringt die Base App schon mit, die App füllt sie nur).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Empfehlung: Kann weg, wenn niemand diese Excel-Berichte nutzt.

Cloud-Migration

Microsoft nennt die Migrations-Apps in der Performance-Dokumentation ausdrücklich als Beispiel: Wer migriert hat oder nicht migrieren will, kann sie entfernen.

AppUrteil
Intelligent Cloud BaseKann weg, wenn keine Migration geplant
Business Central Intelligent CloudKann weg, wenn keine Migration geplant
Business Central Cloud Migration – Previous ReleaseKann weg, wenn keine Migration geplant
Business Central Cloud Migration APIKann weg, wenn keine Migration geplant
Dynamics 365 Business Central v14 ReimplementationKann weg, wenn keine BC-14-Migration geplant
Business Central 14 Historical DataKann weg, wenn alle BC14-Listen leer sind
Intelligent Cloud Base

Basis der Cloud-Migration: Assistent Einrichtung für die Cloud-Migration (Seite 4000) und Verwaltung der Cloud-Migration (Seite 4003); die Quellsystem-Apps hängen sich über Events ein. Zeigt die Kennzahl „Replication Success Rate“ in Aktivitäten-Rollencentern und warnt bei aktiver Replikation auf der Seite Mandanten, Mandanten nicht von Hand zu verwalten.

Eingriffe in andere Daten: legt bei Installation je Mandant einen Schwellenwert-Eintrag (Stapel und KPIs) für die eigene Kennzahl an; sonst keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Business Central Cloud Migration – Previous Release, Business Central Cloud Migration API, Business Central Intelligent Cloud, Dynamics 365 Business Central v14 Reimplementation. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Cloud Migration Management keine Migration eingerichtet ist und keine geplant ist. Die vier Migrations-Apps hängen daran und gehen nach Rückfrage mit.

Business Central Intelligent Cloud

Migrationsquelle „Dynamics 365 Business Central current version“ für den Cloud-Migrations-Assistenten: kopiert Daten aus BC On-Premises derselben Hauptversion ohne Upgrade, bei Wiederholung nur die Änderungen. Nur zwei Codeunits, keine Seiten; Zielmandanten legt sie als „Create New – No Data“ an.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intelligent Cloud Base.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Cloud Migration Management keine Migration eingerichtet ist und keine geplant ist.

Business Central Cloud Migration – Previous Release

Migrationsquelle „Dynamics 365 Business Central earlier versions“ für den Cloud-Migrations-Assistenten: kopiert die Daten einer älteren On-Premises-Hauptversion und führt danach das Upgrade aus. Dazu Tabellenzuordnungen und Table Field Mappings für umbenannte oder verschobene Tabellen und Felder.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten (Status- und Upgrade-Tag-Logik greift nur bei aktiver Migration).

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intelligent Cloud Base.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Cloud Migration Management keine Migration eingerichtet ist und keine geplant ist.

Business Central Cloud Migration API

Sechs API-Seiten unter cloudMigration/v1.0 (Quellprodukte, Setup, Mandanten, Status, Statusdetails, Tabellenzuordnungen); mit gebundenen Aktionen lässt sich die Cloud-Migration ohne Oberfläche steuern (u. a. RunReplication, RunDataUpgrade, CompleteCloudMigration, DisableReplication).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intelligent Cloud Base.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Cloud Migration Management keine Migration eingerichtet ist und keine geplant ist.

Dynamics 365 Business Central v14 Reimplementation

Migrationsanbieter „Neuimplementierung von Dynamics 365 Business Central (v.14)“ für die Cloud-Migration aus BC 14 On-Premises: repliziert BC-14-Tabellen in Puffer und baut daraus rund 40 Einrichtungstabellen, Stammdaten (Debitoren, Kreditoren, Artikel, Ressourcen, Bankkonten u. a.) und offene Posten neu auf (als Buch.-Blätter gebucht). Posten vor einem Stichtag wandern in „Business Central 14 Historical Data“. Zielmandanten werden als „Production – Setup Data Only“ angelegt.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen außerhalb einer laufenden v14-Migration.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intelligent Cloud Base, Business Central 14 Historical Data.

Empfehlung: Kann weg, wenn auf Cloud Migration Management keine Migration aus BC 14 eingerichtet ist und keine geplant ist.

Business Central 14 Historical Data

Schreibgeschützte Archivtabellen und Listen für BC-14-Altdaten: BC14 Alte Hauptbuchposten, BC14 Old Customer/Vendor/Item Ledger Entries, BC14 Archived Sales Invoices. Die App befüllt nichts selbst; gefüllt werden die Tabellen von der v14 Reimplementation.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Dynamics 365 Business Central v14 Reimplementation. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn alle fünf Listen leer sind (BC14 Old G/L Entries, BC14 Old Customer Ledger Entries, BC14 Old Vendor Ledger Entries, BC14 Old Item Ledger Entries, BC14 Archived Sales Invoices). Die v14 Reimplementation hängt daran und geht nach Rückfrage mit. Laut Manifest nur deinstallieren, wenn die Historie nicht mehr gebraucht wird.

Demodaten (Contoso)

Die Module laufen nur, wenn beim Anlegen eines Mandanten Demo- oder Einrichtungsdaten erzeugt werden. Fehlt eines, fehlt nur dieses Modul. Ausnahmen sind die beiden Contoso-Basis-Apps (siehe oben) und die QM-Demodaten, die Quality Management per App-ID anfordert.

AppUrteil
Contoso Coffee Demo DatasetPflicht
Contoso Coffee Demo Dataset (DE)Pflicht, auch produktiv
E-Document Core Demo DataKann weg, wenn keine E-Belege
E-Document Core Demo Data (DE)Kann weg
ESG Statistical Accounts Demo ToolKann weg
Expense Agent Demo DataKann weg, wenn Spesen-Agent ungenutzt
Expense Agent Demo Data (DE)Kann weg, wenn Spesen-Agent ungenutzt
Intrastat Core Demo DataKann weg, wenn keine Meldepflicht
Quality Management Contoso Coffee Demo DatasetNur zusammen mit Quality Management
Subscription Billing Demo DataKann weg, wenn Subscription Billing ungenutzt
Sustainability Contoso Coffee Demo DatasetKann weg, wenn Sustainability ungenutzt
Contoso Coffee Demo Dataset

W1-Kern des Demodaten-Werkzeugs: Seite Contoso Demo Tool mit „Generate“, „Generate Setup Data“ und „Configure“; erzeugt Daten modulweise in vier Stufen (Setup, Master, Transactional, Historical). W1-Module u. a. Bank, Finance, Fixed Asset, Inventory, Manufacturing, Purchases, Sales, Service, Warehousing; andere Apps hängen weitere Module über eine Enum an. Bei Mandantenanlage mit „Production – Setup Data Only“ läuft nur die Setup-Stufe, bei „Evaluation“ alle Stufen. Ohne freigegebenen Quellcode; Ablauf aus ALAppExtensions, Seiten und Module in den 28.5-Symbolen bestätigt.

Eingriffe in andere Daten: kein Install-Code; schreibt bei jeder Mandantenanlage mit Daten (und bei manueller Generierung) Einrichtung und Stammdaten in den neuen Mandanten. Bestehende Mandanten ändert sie nicht von selbst.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Contoso Coffee Demo Dataset (DE), E-Document Core Demo Data, E-Document Core Demo Data (DE), ESG Statistical Accounts Demo Tool, Expense Agent Demo Data, Expense Agent Demo Data (DE), Intrastat Core Demo Data, Quality Management Contoso Coffee Demo Dataset, Subscription Billing Demo Data, Sustainability Contoso Coffee Demo Dataset. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Nicht deinstallieren. Die DE-App hängt per Manifest daran; ohne beide ist keine Mandantenanlage mit Setup- oder Demodaten möglich (siehe oben).

Contoso Coffee Demo Dataset (DE)

Deutsche Lokalisierung der Contoso-Daten, eingehängt vor und nach jedem W1-Modul. In der Setup-Stufe – also bei „Production – Setup Data Only“ – legt sie die deutsche Grundeinrichtung an: Gebiete, Nummernserien, Postleitzahlen, Finanzbuchhaltungs-Einrichtung, deutschen Kontenplan, Buchungsgruppen, MwSt.-Buchungsgruppen, Währungen, MwSt.-Abrechnung, Datenexport-Definitionen für Betriebsprüfungen, Einkaufseinrichtung. Die Base App fordert sie in der Anwendungsfamilie DE bei jeder Mandantenanlage mit Daten per App-ID an. Ohne freigegebenen Quellcode; Details aus ALAppExtensions Apps\DE.

Eingriffe in andere Daten: kein Install-Code; schreibt die deutsche Einrichtung in neu angelegte Mandanten (nur bei Mandantenanlage mit Daten oder manueller Generierung).

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Contoso Coffee Demo Dataset; an ihr hängen E-Document Core Demo Data (DE), Expense Agent Demo Data (DE). Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Nicht deinstallieren, auch nicht produktiv. Mandantenanlagen mit „Production – Setup Data Only“ oder „Evaluation“ fordern sie an. Fehlt sie, versucht BC nach Rückfrage eine Nachinstallation mit Session-Refresh; scheitert diese oder wird sie abgelehnt, bricht die Anlage ab. Nur „Create New – No Data“ kommt ohne sie aus – dann aber ohne deutschen Kontenplan und ohne deutsche Einrichtung.

E-Document Core Demo Data

Contoso-Modul „E-Document“, läuft nur beim Erzeugen von Demo-/Setup-Daten. Setup-Stufe: E-Beleg-Dienste E-DOCUMENTS (PEPPOL BIS 3.0, ohne Übertragung) und E-DOC DEMO DATA, der aktivierte Workflow MS-EDOCTOS-01 und das Belegversandprofil E-DOCUMENTS. Stammdatenstufe: Kaffeeartikel, drei Kreditoren auf „Receive E-Document To = Purchase Order“. Weitere Stufen: Einkaufsbestellungen, Beispiel-Eingangsrechnungen.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation; Daten entstehen nur beim Demodaten-Lauf (auch bei „Setup Data Only“).

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an E-Document Core, Contoso Coffee Demo Dataset; an ihr hängen E-Document Core Demo Data (DE). Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn keine E-Belege genutzt werden. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Neue Mandanten („Setup Data Only“) erhalten dann nicht die E-Beleg-Dienste E-DOCUMENTS und E-DOC DEMO DATA, den Workflow MS-EDOCTOS-01 und das Belegversandprofil E-DOCUMENTS. E-Document Core Demo Data (DE) geht nach Rückfrage mit.

E-Document Core Demo Data (DE)

Trägt nach der Contoso-Stufe „Transactional Data“ zwei deutsche Sachkonten in die Demo-Einrichtung E-Document Module Setup ein (Rechts- und Beratungskosten, Frachtkosten); die Beispielrechnungen nutzen sie, sonst die W1-Standardkonten. Zwei weitere Codeunits mit eigenen DE-Beispielrechnungen sind seit 28.0 obsolet.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an E-Document Core, E-Document Core Demo Data, Contoso Coffee Demo Dataset, Contoso Coffee Demo Dataset (DE).

Empfehlung: Kann weg, weil sie bei „Production – Setup Data Only“ nichts beiträgt: Sie hängt sich nur an die Stufe Transaktionsdaten und trägt zwei deutsche Sachkonten in die Demo-Einrichtung „E-Document Module Setup“ ein. Diese Stufe läuft nur bei „Evaluation – Contoso Sample Data“. Folge: In Evaluation-Mandanten verwenden die Beispiel-Eingangsrechnungen die W1-Standardkonten.

ESG Statistical Accounts Demo Tool

Contoso-Modul, läuft nur beim Erzeugen von Demo-/Setup-Daten: sechs statistische Konten (Altersgruppen und Geschlecht, DIV-AGE-25 … DIV-GEND-MAL) und das Buch.-Blatt ESG, in späteren Stufen Buchungen. Die statistischen Konten als Funktion kommen aus der App Statistical Accounts.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Statistical Accounts, Contoso Coffee Demo Dataset; an ihr hängen Sustainability Contoso Coffee Demo Dataset. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn neue Mandanten keine ESG-Beispielkonten brauchen. Die Sustainability-Demodaten hängen daran und gehen nach Rückfrage mit. Die statistischen Konten selbst kommen aus der App Statistical Accounts. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul. Neue Mandanten erhalten dann nicht die sechs Diversity-Konten und das Buch.-Blatt ESG.

Expense Agent Demo Data

Laut Symbolen (ohne Quellcode) ein Contoso-Modul „Expense Agent“ mit allen vier Stufen: Spesen-Sachkonten, Nummernserien, Zahlungsarten, Gruppen, Buchungsgruppen, Kategorien, Regeln, Spesenbenutzer, Spesen und gebuchte Abrechnungen.

Eingriffe in andere Daten: laut Symbolen keine Install- oder Upgrade-Codeunit; Daten entstehen nur beim Demodaten-Lauf.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Expense Agent (Preview), Contoso Coffee Demo Dataset; an ihr hängen Expense Agent Demo Data (DE). Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg, wenn der Spesen-Agent nicht genutzt wird; Expense Agent Demo Data (DE) geht nach Rückfrage mit. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Die App registriert laut Symbolen das Modul „Expense Agent Contoso Module“.

Expense Agent Demo Data (DE)

Laut Symbolen (ohne Quellcode) deutsche Varianten der Spesen-Demodaten (Codeunits 11330-11339): Sachkonten, Buchungsgruppen, Aktualisierung der Mitarbeiterbuchungsgruppe, Kategorien, Regeln, Spesen, gebuchte Abrechnungen.

Eingriffe in andere Daten: laut Symbolen keine Install- oder Upgrade-Codeunit.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Expense Agent (Preview), Contoso Coffee Demo Dataset, Contoso Coffee Demo Dataset (DE), Expense Agent Demo Data.

Empfehlung: Wie Expense Agent Demo Data.

Intrastat Core Demo Data

Contoso-Modul „Intrastat“: legt beim Demodaten-Lauf (auch „Setup Data Only“) nur die Nummernserie INTRA und deren Eintrag in der Intrastat-Einrichtung an; keine Stamm- oder Bewegungsdaten.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Intrastat Core, Contoso Coffee Demo Dataset.

Empfehlung: Kann weg, wenn keine Intrastat-Meldepflicht besteht. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Neue Mandanten erhalten dann nicht die Nummernserie INTRA und deren Eintrag in der Intrastat-Einrichtung.

Quality Management Contoso Coffee Demo Dataset

Contoso-Modul „Quality Management“: Setup (Einrichtung, Nummernserie QltyDEFAULT, Standardergebnisse) und Stammdaten (Tests, Prüfvorlagen, Ergebnisbedingungen, Generierungsregeln, z. B. für den Wareneingang); keine Bewegungsdaten. In SaaS installiert QM sie über „Demodaten installieren“ auf Qualitätsmanagementsetup selbst nach. Ohne freigegebenen Quellcode in 28.5; Details aus BCApps, IDs in den 28.5-Symbolen identisch.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Quality Management, Contoso Coffee Demo Dataset.

Empfehlung: Kann weg, wenn Quality Management nicht genutzt wird. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Die App registriert laut Symbolen den Modulwert „Quality Management“. In SaaS installiert QM sie über die Aktion „Install Demo Data“ auf Quality Management Setup selbst nach.

Subscription Billing Demo Data

Contoso-Modul „Subscription Billing“: Einrichtung (Sachkonten, Nummernserien, Einrichtung, Vertragsarten, Vorlagen), Stammdaten (Artikel, Pakete, Nutzungsdaten-Lieferanten) und Bewegungsdaten (Abonnements, Verträge, Nutzungsdaten).

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen bei der Installation; beim Demodaten-Lauf überschreibt sie in der Buchungsmatrix (Inland/Einzelhandel) die Abonnement-Sachkonten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Subscription Billing, Contoso Coffee Demo Dataset.

Empfehlung: Kann weg, wenn Subscription Billing nicht genutzt wird. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Neue Mandanten erhalten dann keine Sachkonten, Nummernserien, Einrichtung, Vertragsarten und Vorlagen für Subscription Billing.

Sustainability Contoso Coffee Demo Dataset

Contoso-Modul „Sustainability“: Nummernserien, Einrichtung, Kategorien, Nachhaltigkeitskonten, Emissionsgebühren, Ziele, ein Finanzbericht, Kreditoren, Artikel, Einkäufe und Nachhaltigkeitsposten. Ohne freigegebenen Quellcode; laut Symbolen und ALAppExtensions.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten bei der Installation.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Sustainability, Statistical Accounts, Contoso Coffee Demo Dataset, ESG Statistical Accounts Demo Tool.

Empfehlung: Kann weg, wenn kein Sustainability genutzt wird. Der Contoso Demo Tool liest seine Module aus den Werten der Enum „Contoso Demo Data Module“; fehlt die App, fehlt nur dieses Modul, die Contoso-Basis und die Mandantenanlage laufen weiter. Die App registriert laut Symbolen den Modulwert „Sustainability Module“.

Test & Entwicklung

Vier Test-Bibliotheken installiert Microsoft auch in der Produktivumgebung mit. Die übrigen zehn Apps dieser Gruppe sind nur in der Sandbox installiert: Application Test Library, Business Foundation Test Libraries, AI Test Toolkit, AI Development Toolkit samt Design und Evaluation, Agent Design Experience, Agent Samples, Agent Samples Tests und Agent Test Library. Einige davon, etwa AI Test Toolkit und Application Test Library, brechen ihre Installation in einer Produktivumgebung per Code ab.

AppUrteil
Test RunnerKann weg, wenn keine eigene App daran hängt
Library AssertKann weg, wenn keine eigene App daran hängt
Library Variable StorageKann weg, wenn keine eigene App daran hängt
AnyKann weg, wenn keine eigene App daran hängt
Test Runner

Seiten AL Test Tool (Testsuiten, Testcodeunits holen und ausführen, Ergebnisse, Code Coverage) und Command Line Test Tool für automatisierte Läufe, dazu datengetriebene Tests und ein Profil „Test Role Center“. Keine deutsche Übersetzung.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen AI Development Toolkit – Evaluation, AI Test Toolkit. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg in der Produktion, wenn keine eigene App daran hängt; keine Microsoft-App in der Produktion braucht sie.

Library Assert

Testbibliothek aus einer Codeunit mit Prüfmethoden für Testcode (IsTrue, AreEqual, ExpectedError u. a.); laut Manifest Ersatz für TESTFIELD/ERROR in Tests. Keine Seiten, keine Tabellen.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen Agent Test Library, AI Development Toolkit – Evaluation, Application Test Library, Library Variable Storage. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg in der Produktion, wenn keine eigene App daran hängt. Library Variable Storage hängt per Manifest daran und geht nach Rückfrage mit.

Library Variable Storage

Testbibliothek aus einer Codeunit, die Werte in einer Warteschlange an Handler-Funktionen in Tests übergibt (Enqueue/Dequeue/Peek). Keine Seiten, keine Tabellen.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest hängt an Library Assert; an ihr hängen AI Development Toolkit – Evaluation, Application Test Library. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg in der Produktion, wenn keine eigene App daran hängt; keine Microsoft-App in der Produktion braucht sie.

Any

Testbibliothek mit genau einer Codeunit („Any“), die Pseudo-Zufallswerte (Boolean, Integer, Decimal, Datum, Text) für Testcode erzeugt; keine Seiten, keine Tabellen, keine Anwenderfunktion.

Eingriffe in andere Daten: keine Änderungen an fremden Daten.

Abhängigkeiten: Laut Manifest an ihr hängen AI Development Toolkit – Evaluation, Application Test Library. Beim Deinstallieren gehen die abhängigen Apps nach Rückfrage mit.

Empfehlung: Kann weg in der Produktion, wenn keine eigene App daran hängt; keine Microsoft-App in der Produktion braucht sie, weder im Manifest noch per App-ID im Code.

Versteckte Apps

Zwölf Apps beginnen mit _Exclude_ und tauchen in der Erweiterungsverwaltung nicht auf: die Standard-APIs v1.0 und v2.0, Bankeinzahlungen, Business Events, das OAuth-Add-in des Web-Clients, der Katalog der Banking-Apps, E-Mail-Protokollierung per Graph, Master Data Management, SmartList, Onboarding-Signale sowie zwei Reste früherer Versionen (PlanConfiguration, ReportLayouts). Sie sind nicht umsonst versteckt: nicht anfassen.


Was beim Deinstallieren mitgeht

Weil BC abhängige Apps nach Rückfrage mitnimmt, lohnt ein Blick auf die Ketten:

  • Sustainability nimmt Excise Taxes, den Emissions-Copilot und die Sustainability-Demodaten mit.
  • Statistical Accounts nimmt Sustainability und das ESG Statistical Accounts Demo Tool mit, samt allem, was an diesen hängt.
  • Power BI Report embeddings nimmt Sustainability und Subscription Billing mit, ebenfalls samt Anhang.
  • Intelligent Cloud Base nimmt die übrigen Migrations-Apps mit.
  • E-Document Connector – Microsoft 365 nimmt den Payables Agent mit.
  • Library Assert nimmt Library Variable Storage mit.

Wer nur einzelne Apps entfernen will, fängt am Ende der Kette an. Und bei der Rückfrage genau lesen, was BC mit deinstallieren will.


Stolperfallen: Apps, die in fremde Daten greifen

Nicht nur das Deinstallieren hat Nebenwirkungen. Einige Apps ändern beim Installieren oder bei Upgrades Daten, die ihnen nicht gehören:

  • AMC Banking 365 Fundamentals löscht bei der ersten Installation zwei Datenaustauschdefinitionen: BANKDATACONVSERVCT und BANKDATACONVSERVSTMT.
  • ELSTER setzt bei jeder Mandantenanlage das Voranmeldungs-Kennzeichen auf alle USt-Voranmeldungsnamen, an der eigenen Prüfung „nur ein Name“ vorbei.
  • Intrastat DE löscht bei Upgrades die Datenaustauschdefinition INTRA-2022-DE und legt sie neu an. Eigene Anpassungen daran gehen verloren.
  • E-Document Core löscht bei der Installation gleichnamige Definitionen EDOCPEPPOL* und legt sie neu an.

Wer diese Datenaustauschdefinitionen angepasst hat, sollte das dokumentieren und nach Upgrades prüfen.

Geo-Hinweis: kein Grund zur Deinstallation

Bei einigen Apps zeigt BC im Rollencenter einen abschaltbaren Hinweis, die App könne Daten in andere Geografien übertragen: PayPal, World Pay, AMC, Image Analysis, Late Payment Prediction sowie Sales and Inventory Forecast. Die Liste dahinter ist fest hinterlegt und stammt von 2021. Sie steuert nichts und belegt keinen tatsächlichen Datenfluss, der hängt an Einrichtung und Nutzung. Für Copilot und Agents gibt es einen eigenen Schalter zur Datenbewegung auf Copilot- & Agent-Funktionen.


Zweistufig aufräumen

Beim Deinstallieren fragt BC, ob die Erweiterungsdaten gelöscht werden sollen. Setz den Haken beim ersten Schritt nicht. Dann bleiben die Daten der App erhalten, und eine Neuinstallation stellt den alten Stand wieder her.

Auf Dauer sind diese Daten aber Ballast. Microsoft weist in derselben Performance-Dokumentation darauf hin, dass verwaiste Daten deinstallierter Apps Datenbankplatz belegen, Datenoperationen verlangsamen und Upgrades verlängern können, und empfiehlt dafür die Seite Delete Orphaned Extension Data. Mein Vorgehen deshalb:

  1. In einer Sandbox, am besten einer Kopie der Produktion, deinstallieren und die wichtigsten Abläufe durchspielen.
  2. In der Produktion deinstallieren, ohne „Erweiterungsdaten löschen“. Bei der Rückfrage prüfen, welche abhängigen Apps mitgehen.
  3. Die Aufgabenwarteschlangenposten und die übrigen Hinterlassenschaften in den Tabellen der Base App prüfen. Die entfernt auch das spätere Löschen der Erweiterungsdaten nicht.
  4. Nach einer Beobachtungszeit, in der nichts vermisst wurde, die verwaisten Daten gezielt löschen. Dieser Schritt ist endgültig.

Was nicht vorinstalliert ist

Aufräumen ist die eine Hälfte. Die andere: Neue Microsoft-Apps kommen nicht automatisch in bestehende Umgebungen. Über 130 weitere Microsoft-Apps stehen in AppSource bereit, ein großer Teil davon für andere Länder oder als Sprachpaket. Für Deutschland interessant:

  • Subcontracting (Lohnbearbeitung): Die einfache Lohnbearbeitung der Base App ist bereits als auslaufend markiert, mit Verweis auf diese App. Wer Fertigung mit Fremdarbeitsgängen nutzt, sollte sie sich ansehen. Ohne Fertigung nicht installieren, weil sie Einrichtungswerte schreibt.
  • Sechs E-Beleg-Konnektoren für den Versand über einen Dienstleister: Avalara, B2Brouter, Continia, ForNAV, Logiq und SignUp, das in der Auswahl „ExFlow E-Invoicing“ heißt. Vorsicht beim ForNAV-Konnektor: Er legt schon beim Öffnen des Assistenten einen E-Beleg-Dienst, ein Belegsendeprofil und einen aktiven Workflow an.
  • Send remittance advice by email: zwei Aktionen, um Zahlungsavise per Mail an Lieferanten zu schicken.

Nicht installieren: Basic Experience. Die App stellt schon bei der Installation in jedem Mandanten die Oberfläche um und deaktiviert Rollencenter. Nach einer Deinstallation bleibt das so.


Selbst prüfen

1. Die vollständige Liste mit App-IDs

Hänge an die URL deiner Umgebung ?table=2000000153 an. Das öffnet die Tabelle NAV App Installed App mit allen installierten Apps, auch den versteckten _Exclude_-Apps, und lässt sich nach Excel exportieren.

Der Export aus der Erweiterungsverwaltung taugt dafür nicht: Seine GUID-Spalte heißt „Logo“ und enthält die Medien-ID, nicht die App-ID. Und Achtung beim Weiterverarbeiten in Excel: Die Namen im Export enthalten geschützte Leerzeichen, ein einfacher Textvergleich schlägt dann fehl.

2. Deinstallieren

Erweiterungsverwaltung → App auswählen → Deinstallieren, den Haken „Erweiterungsdaten löschen“ zunächst nicht setzen. Erst Sandbox, dann Produktion.

3. Wieder installieren

Die meisten Apps findest du in AppSource. Für die übrigen gibt es einen direkteren Weg: Eine deinstallierte Microsoft-App bleibt in der Umgebung veröffentlicht, und Seite 2503 installiert sie laut Code lokal aus dem Paket, ohne AppSource. Hänge dazu an die URL der Umgebung an und ersetze die App-ID:

?aid=FIN&page=2503&filter=%27ID%27%20IS%20%27<App-ID>%27&signInRedirected=1

Die App-ID steht in Tabelle 2000000153. Voraussetzung ist die Berechtigung, Erweiterungen zu installieren. Die Methode stammt aus dem Beitrag bei yzhums.com.

4. Und bei Updates?

Meine Erfahrung: Microsoft installiert deinstallierte Apps bei Updates nicht wieder. Aus dem Code lässt sich das nicht ableiten, das steuert der BC-Dienst. Einmal aufräumen reicht also, aber neue Apps musst du selbst im Blick behalten.


Fazit

Microsoft hat recht: Apps, die niemand braucht, gehören deinstalliert. Das hält die Umgebung schlank, entlastet Updates und spart Rechenleistung. Wie viel, hängt von deiner Umgebung ab.

Aber „nicht gebraucht“ ist nicht dasselbe wie „klingt unwichtig“. Ausgerechnet die Demodaten-App, die jeder streichen würde, ist Voraussetzung dafür, dass ein neuer Mandant mit deutscher Grundeinrichtung entsteht. BC warnt nur bei Abhängigkeiten, die im Manifest stehen. Und was eine App in Tabellen der Base App angelegt hat, bleibt nach der Deinstallation stehen.

Wer mit Prüfstelle und in zwei Stufen vorgeht, räumt sicher auf. Wer nach Bauchgefühl streicht, merkt es womöglich erst beim nächsten Mandanten oder beim nächsten Upgrade.

Alle Aussagen sind gegen Business Central 28.5.54151 (DE) geprüft, an einer frisch angelegten Sandbox und Produktivumgebung vom 18.09.2026. Mit jedem Update kann sich die Liste ändern; ich aktualisiere den Beitrag mit dem nächsten Hauptrelease.


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