Es gibt Reisekapitel, die laufen nach Plan. Und es gibt Puerto Princesa. Palawan ist als „schönste Insel der Welt“ bekannt — Untergrundsee, kristallklares Wasser, üppiger Dschungel. Was ich davon gesehen habe: die Decke meines Hotelzimmers. Und das Innere eines Badezimmers.
Ankunft in Puerto Princesa
Flug von Cebu nach Puerto Princesa — strahlend blauer Himmel, das Schild am Flughafen wirkt einladend, der Magen noch nicht. Das schlechte Wasser aus Bohol hatte mich fest im Griff, und Palawan zeigte sich von seiner besten Seite — von draußen.

Das Hotel war schön. Pool, Bungalows, Palmen, die Atmosphäre eines Resorts das man eigentlich genießen sollte. Fahrstuhlspiegel verspiegelt und hochglänzend — Kermit und ich sahen ordentlich aus. Täuschend.



Was ich stattdessen tat: liegen. Viel liegen. Dazu ein Blick auf das Klopapier, das zum treuesten Begleiter dieser Tage wurde. Foto existiert. Wird hier nicht kommentiert.

Immerhin: Ein Abend war gut genug für ein Abendessen. Kermit saß am Tisch, das Green Curry mit Reis war ausgezeichnet — und nach Tagen ohne richtige Mahlzeit schmeckte es wie das beste Essen der Welt. Kleiner Sieg.

Und natürlich: zwei Mal am frühen Morgen oder Abend raus an den Strand. Der Sonnenuntergang hinter der schiefen Palme war so schön, dass ich kurz vergaß, wie es mir ging. Mondnacht über dem Meer, Palmenblätter im Wind. Palawan liefert auch dann, wenn man nur fünf Minuten draußen stehen kann.


Puerto Princesa hat einen Untergrundsee, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ich weiß das aus dem Internet. Ich war nicht dort. Nächstes Mal — mit versiegelten Wasserflaschen.
El Nido — per Mini-Van mit Hähnen
Von Puerto Princesa nach El Nido: fünf bis sechs Stunden im Mini-Van. Zwölf Menschen, das gesamte Gepäck aller Beteiligten, und — das ist kein Witz — ein paar Hähne. Die haben die ganze Fahrt über gekräht. Durch den Dschungel, über Palmstraßen, vorbei an leuchtend grünem Nichts. Die Strecke ist wunderschön. Das Selfie im Bus zeigt genau das Gesicht eines Menschen, der das weiß und trotzdem nicht gut drauf ist.


In El Nido: wieder ein Roller, wieder gute Vorsätze, wieder zu viel Zeit im Zimmer. El Nido hat eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Südostasiens — Kalksteinfelsen, Lagunen, türkisfarbenes Wasser. Das alles wartet noch auf einen zweiten Besuch.
Was El Nido wirklich brachte: die Weiterreise. Denn von El Nido startete die nächste große Etappe — und die sollte alles wiedergutmachen, was Puerto Princesa und El Nido an Erlebnissen schuldig geblieben waren.
Manchmal muss man eine Insel krank erleben, damit man weiß, dass man unbedingt zurückkommen muss.
Weiter geht’s in Teil 1F: El Nido → Coron mit Big Dream Boatman — Island Hopping Expedition, zwei Tage auf dem Wasser, und Palawan wie es sein sollte.
Trip-Infos: Puerto Princesa & El Nido
| Anreise Puerto Princesa | Cebu Pacific von Cebu — ca. 1 Std. |
| Unterkunft | Resort mit Pool, Bungalows, Strandnähe — empfehlenswert (wenn man gesund ist) |
| Highlights (geplant) | Puerto Princesa Subterranean River (UNESCO), Honda Bay, Palawan Wildlife Rescue |
| Highlights (tatsächlich) | Sonnenuntergang mit schiefer Palme, Mondnacht am Meer, ein Green Curry |
| El Nido Anreise | Mini-Van ab Puerto Princesa — ca. 5–6 Std., ca. 300 Pesos, Gepäck + Hähne inklusive |
| Gesundheitshinweis | ⚠️ Wasser kaufen — nur original versiegelte Flaschen. Immer. Wirklich. |
| Weiterreise | El Nido → Coron per Expeditionsboot: Big Dream Boatman Island Hopping Tours |





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