Es gibt Momente, da schaut man auf seine eigene Website und denkt: Eigentlich sollte ich hier mal aufräumen. Genau das habe ich getan — und was als kleine Aufräumaktion geplant war, wurde zu einer kompletten Neugestaltung meiner Infrastruktur. In diesem Post erkläre ich, was ich gemacht habe, warum ich es gemacht habe, und welche Tools jetzt bei mir laufen.
Der Ausgangspunkt: Site Kit by Google
Bisher hatte ich Site Kit by Google im Einsatz — das offizielle WordPress-Plugin von Google, das Analytics, Search Console, AdSense und PageSpeed Insights bündelt. Klingt praktisch, oder?
Ist es auch. Aber mit der Zeit kamen immer mehr Fragen auf:
- Wo landen meine Besucherdaten eigentlich?
- Wie DSGVO-konform ist das wirklich?
- Und warum wird meine Seite mit jedem Google-Plugin langsamer?
Google Analytics sendet Daten auf Server in den USA. Das ist seit Jahren rechtlich umstritten, und spätestens seit GA4 — das viele als unnötig kompliziert empfinden — war für mich klar: Da muss eine Alternative her.
Die Lösung: Self-Hosted mit Matomo
Statt Google Analytics setze ich jetzt auf Matomo — eine Open-Source-Analyseplattform, die ich selbst auf meinem Server betreibe. Das bedeutet:
- Alle Daten bleiben bei mir — kein Drittanbieter, keine Server in den USA
- DSGVO-konform — kein Cookie-Banner nötig (je nach Konfiguration)
- Volle Kontrolle — ich entscheide, was getrackt wird und was nicht
Technisch läuft Matomo bei mir in einem Docker-Container auf meiner NAS, erreichbar über eine eigene Domain mit SSL. Wer sich für den technischen Aufbau interessiert: Das Setup mit Docker Compose und einem Reverse Proxy ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt.
WordPress aufgeräumt: Welche Plugins wirklich nötig sind
Parallel dazu habe ich meinen WordPress-Plugin-Stack entrümpelt. Weniger ist mehr — jedes Plugin kostet Performance. Was jetzt läuft:
| Plugin | Zweck |
|---|---|
| Matomo verbinden | Analytics, selbst gehostet |
| Rank Math SEO | SEO-Optimierung, kostenlos & mächtig |
| Complianz | DSGVO / Cookie-Consent |
| Akismet | Spam-Schutz |
| FluentSMTP | Zuverlässiger Mail-Versand |
| FileBird | Medienverwaltung |
| Wordfence | Sicherheit & Firewall |
| UpdraftPlus | Automatische Backups |
Das wars. Kein Bloat, keine unnötigen Abhängigkeiten.
Warum Rank Math statt Yoast?
Eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe: Rank Math hat mich überzeugt, weil die kostenlose Version bereits alles bietet, wofür Yoast eine Premium-Lizenz verlangt. Schema-Markup, Redirect-Manager, detaillierte SEO-Analysen — alles dabei, ohne Aufpreis.
Fazit: Warum der Aufwand?
Weil es sich lohnt. Nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch weil ich verstehen will, was auf meiner eigenen Website passiert — und wer die Daten meiner Leser verwaltet.
Self-hosting ist kein Hexenwerk. Mit den richtigen Tools läuft alles genauso smooth wie mit Google-Diensten — nur eben auf der eigenen Infrastruktur.
Falls ihr Fragen zum Setup habt, schreibt sie gerne in die Kommentare. Ich helfe gerne weiter!




